redundanz im arbeitsprozess

ich schätze ich brauche die redundanz bei manchen arbeitsschritten, wo ich etwas mehrmals mache. das is so wie das streicheln, das schleifen der holzoberfläche.

ich muss manche dinge akribisch genau machen, wie z.b. strukturbäume oder mindmaps anlegen, und dann immer wieder über das fertige mit dem auge drübergehen, streicheln. das formt eine architektur in meinem kopf, eine struktur, wo die inhalte, die ich vor mir sehe, abgelegt werden. und das wiederum erzeugt ein wohliges gefühl. wie ein gärtner gehe ich dann noch mal über die struktur, stelle etwas um, gucke es mir wieder an. ich verstehe gar nicht schnell, ich verinnerliche nur langsam, wie ein mantra mit dem blick folgend und im geiste wiederholend. und während ich verinnerliche, stellt sich immer mehr ein gefühl der sicherheit ein. ich beherrsche langsam immer mehr die aufgabe. ich verstehe immer mehr, wie ich sie meistern kann. und das wiederum ist die voraussetzung dafür, dass ich ein projekt gut abschließe, nicht einfach irgendwie hauptsache augen zu und durch.

gut fühlt sich das an. und es sorgt für qualität. kann ich mir das immer leisten? wie beschleunige ich diesen prozess? und sollte ich ihn beschleunigen?


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2008-11-12

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