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2008-10-17

ich denke man kann eine systemstruktur-änderung eher erreichen, in dem man kleine applikationen, die wenige user-szenarios abbilden, miteinander vernetzt. statt groß die welt an allen ecken verändern zu wollen mit einer großen anwendung. beispiel: tape.tv (via popnutten) gewinnt vor hobnox.com, um mtv abzulösen. warum? weil sich auf ein szenario, konzentriert und alles, was darüber hinaus geht, bewusst weglässt. hobnox ist komplex. selbst wenn hobnox so simpel wie möglich gemacht wird, kann ein komplexes system nicht noch simpler werden, ohne auseinanderzubrechen. und deswegen wird hobnox - als großer organismus - auch komplex zu handhaben sein. an mir und menschen, die mich umgeben, merke ich: wir nutzen kleinzeug. weil es simpel einzelne aufgaben erledigt. und wir nutzen selten großes zeug, weil es kompliziert scheint, weil wir uns dafür extra "zeit nehmen" müssen. was heisst das für mich? kleine apps bauen. jede hat ihr eigenes leben. und aber die leben miteinander in verbindung bringen. insekten-staaten will ich bauen, kleine teams von schnellen tieren. tobias brachte mich gerade auf ein anderes beispiel: das office-paket ist so gestrickt. na ja, ob ein programm wie Word einfach ist, darüber lässt sich streiten. aber trotzdem, die konstellation aus veschiedenen programmen für verschiedene anwendungsfälle passt. so sehe ich: es ist nichts grundsätzlich neues, ich musste es mir aber bewusst machen.

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