Prinzipien für Daten im Netz

2011-12-21

Wenn ich mir aussuchen könnte, wie Daten allgemein im Netz abgelegt sind, hätte ich ein paar Eigenschaften als Wunsch.

Zunächst einmal: Von welchen Daten spreche ich? Für mich sind es vor allem Texte und Bilder, Video und Audio. Weniger irgendwelche Statistiken und Tabellen. Für mich interessant sind in erster Linie festgehaltene Geschichten, weniger Warenhaus-Datenbanken.

Hier sind die Prinzipien, die mir am Herzen liegen:

  1. Die Daten liegen offen und können durch eine URL erreicht werden. Sie werden plain im Browser angezeigt. Wir Menschen können sie leicht lesen und verstehen. Wir können sie kopieren nach Belieben weiterverwenden.

  2. Die Daten sind wiederverwendbar. Wir können darauf verweisen, statt sie zu kopieren. Wenn wir die Daten auf unsere Websites stellen, können wir sie von ihrem Ursprung aus ziehen. Die Daten sind auch verwendbar durch Maschinen, nicht nur durch Menschen. Zumindest bis zu einem gewissen Grad.

  3. Die Daten sind langlebig. Sie sind leicht zu öffnen und zu speichern. Lokal oder irgendwo sonst. Sie sind leicht zu migrieren. Auch in 20 Jahren. Sie sind nicht gebunden an ein System. Sie sind nicht gebunden an ein Programm.

  4. Die Daten lassen sich auf ihren Ursprung zurückführen. Man kann sehen, wer ihr Autor ist. Ihre Quelle ist bekannt und für jeden ersichtlich.

  5. Eine freie Lizenz (GPL, Creative Commons etc.) fehlt hier noch. Die ganzen anderen Prinzipien nützen nichts, wenn Datenzugang von Rechteinhabern oder Monopolen künstlich verknappt wird. (Ergänzung von n¦tropie)

Technisch und strukturell gibt uns das Netz gute Voraussetzungen genau dafür. Wir müssen wie nur (weiterhin) nutzen.

(cc-by-sa) since 2005 by Konstantin Weiss.