Containerist-Experimente

2012-03-27

Seit Ende letzten Jahres habe ich ein paar Experimente geschrieben/gecodet, um die Potenziale und Fallen des Containeristen auszuloten. Hier ist eine kurze Aufzählung.

Die Funktionen der Dienste beschreibe ich später separat.

Containerist.org

Zunächst einmal baute ich einen Service, der Plaintext-Daten in HTML-Container umwandelt (rendert). Der Dienst braucht eine URL zu der Origin, also der Quelle der Container-Daten.

Containerist.org Wenn die Daten des containers diese Origin haben: konstantinweiss.com/home/40.about.txt Dann schreibt man diese URL hinter Containerist.org und erhält dann den gerenderten Container, etwa so: containerist.org/konstantinweiss.com/home/40.about.txt

Dropfolio

Um die Container in einem realen Usecase auszuprobieren, habe ich Dropfolio gebaut. Es ist ein Dienst, mit dem man Bilddateien in einen Ordner auf der Festplatte in eine Online-Galerie verwandeln kann. So konnte ich verschiedene Container-Typen zusammensetzen. Ihr könnt den Dienst gern ausprobieren. Die Container sind vom Containerist-Dienst gerendert. Die Daten kommen von der Dropbox und werden z.T. auf dem Server gecacht.

dropfolio.org ist der Dienst
/demo ist eine Demo-Galerie
/saneef zeigt einige Fotos von Saneef

Statische Seiten

Dadurch, dass die Daten in Plain Text vorliegen müssen, können sie auch gleich aus statischen Textdateien kommen. Ich habe dies ausprobiert an einer Site von Illian, um seinen grossartigen Ölgemälden einen besseren Rahmen zu geben.

Illians Demo-Seite mit statischen Containern

Ihr werdet sehen, dass die Container anders aussehen als bei Dropfolio. Die Container sind in ihrem Aussehen veränderbar, am einfachsten durch Style Sheets. Auch diese Container werden vom Containerist-Dienst gerendert.

Wordpress-Theme

Um mal ausprobieren, wie ein Theme für Wordpress in etwa mit Containern gebaut werden kann, habe ich kurzerhand eins angelegt. Es hat nicht viel mehr als ein Template für Übersichtsseiten und Artikelseiten. Aber man sieht, dass und wie es funktioniert. Die Container sind vom Containerist-Dienst gerendert.

Demo des Wordpress-Themes

konstantinweiss.com

Bei den ganzen Experimenten war es mir wichtig auszuprobieren, wie ein Container von einer Site/einem Dienst in eine andere Site eingebunden werden kann. Das Worspress-Theme zum Beispiel hat im Template einen Container aus Dropfolio.

Bei meiner eigenen Site wollte ich das gern auf die Spitze treiben. Alle Projekt-Abbildungen und auch die Projekt-Übersichten kommen von Dropfolio. Die Container habe ich auf meiner Site "platziert", sie werden von mir aber nach wie vor durch Dropfolio verwaltet. Meiner Meinung nach funktioniert dieses Zusammenstellen von Containern verschiedener Quellen zu ganzen Seiten ganz gut.

konstantinweiss.com - meine Site
Dropfolio.org/konstantin - hier kommen die Container mit den Projektbeschreibungen her.

Blogracer Theme

Für meinen Blogracer, den Ihr alle schon zugenüge kennt, habe ich ein neues Theme gebaut, basierend auf Containern. Er beinhaltet wesentlich weniger Code durch die Containerstruktur.

Die Container-Daten werden diesmal nicht durch containerist.org gerendert, sondern direkt im Browser durch Javascript. Zu dieser Technik hat Paul den entscheidenden Beitrag geleistet. Einige Container sind wiederum von anderen Domains, ganz nach dem Containerprinzip.

ctn.blogracer.org - Die Demo des Blogracer Themes.

Euer Senf, euer Feedback

Nach den ganzen Experimenten im fast stillen Kämmerlein ist die Zeit gekommen, Euch zu hören. Was denkt Ihr über das ganze? Was sagt Ihr dazu?

Ich bin auf Euer Feedback diesmal richtig angewiesen. Die Idee des Containeristen weiterzuführen (oder zu beerdigen) hängt jetzt von Eurer Stimme ab. Also her mit dem Senf!

(cc-by-sa) since 2005 by Konstantin Weiss.